Generalversammlungen

Infos aus dem EHC Arosa:

Am Freitagabend führte der EHC Arosa für die EHC Arosa Sport AG sowie für den EHC Arosa Verein die Generalversammlung durch. Neben Rückblicken auf die letzte Saison und der Präsentation der Jahresrechnungen wurde auch ausführlich über die Zukunft gesprochen.

Präsident Ludwig Waidacher machte einen ausgiebigen Rückblick zur vergangenen Saison. Er zeigte auf, was seit Frühling 2015 im EHC Arosa alles angepackt und verändert wurde. Der Club hat stark in den Sport investiert. Die Mannschaft wurde qualitativ deutlich verbessert, das Trainingsangebot massiv erhöht und die Rahmenmöglichkeiten für die Mannschaft angepasst.

Der EHC Arosa hat auch neben dem Eis sehr viel verändert. Der Club hat die 1. Mannschaft juristisch vom Rest des Clubs abgetrennt. Der Verwaltungsrat der neue gegründeten EHC Arosa Sport AG besteht aus sechs Mitgliedern. Der Vereinsvorstand ist neu für die 2. Mannschaft, die Nachwuchsabteilung und für die Senioren zuständig. Mit Adrian Fetscherin wurde eine Person vollamtlich als Geschäftsführer eingestellt.

Der Club hat stark ins Dorfleben zurückgefunden und mit zahlreichen Aktionen aufgewartet. Höhepunkt war das Freiluft-Museum und das Spiel Arosa-Legenden gegen 1. Mannschaft auf dem gefrorenen Obersee, wo mehrere Tausend Personen den Tag im Kreis des EHC Arosa genossen.

Das Catering-Angebot bei den Heimspielen wurde deutlich verbessert. Mit zwei neuen Bars sowie der Benutzung der Lounge haben die Zuschauer, aber auch Firmen neue Angebote. Mit dem „Club 1924“ wurde eine neue Gönnervereinigung ins Leben gerufen, die die drei bis dahin bestehenden Unterstützerclubs ersetzt. Das Fanartikel-Sortiment ist stark ausgebaut worden.

Die Summe aller Massnahmen hat dazu geführt, dass der Zuschauerschnitt gegenüber der Vorsaison fast vervierfacht werden konnte. Bestehende Sponsoren wurden besser gepflegt. Die Bemühungen, neue Sponsoren zu finden, haben Früchte getragen. Durch eine Steigerung der Ertragsseite und einer rigorosen Kostenkontrolle gelang es den grossen Vorjahresverlust (CHF 85’000) deutlich zu minimieren. Der Vorjahresverlust ist durch private Darlehen mit Rangrücktritt aufgefangen. Die EHC Arosa Sport AG beschliesst ihr erstes Geschäftsjahr mit einem Minus von CHF 18’000.

Der EHC Arosa ist daran, mittels mehreren Projekten die Weichen für die Zukunft noch besser zu stellen. Verschiedene Massnahmen sind in der Umsetzung oder in Planung, den Club finanziell weiter zu stärken und somit die Basis für finanziell gesunde nächste Jahre zu schaffen.

An der Generalversammlung wurde von der Clubleitung bestätigt, dass der EHC Arosa das Ziel hat, sich für die Swiss Regio  League (SRL), die auf die Saison 2017/2018 geschaffen wird, zu qualifizieren. Zwar ist man weiterhin klar der Meinung, dass die Schaffung der SRL überflüssig und keinerlei Vorteile bringen wird, das Mitmachen in der neuen Liga auf Grund der mittelfristigen Ziele des EHC Arosa für den Club dennoch aber unabdingbar ist.

Der gesamte Verwaltungsrat mit Präsident Ludwig Waidacher an der Spitze stellte sich zur Wiederwahl und wurde von den Gesellschaftern einstimmig für ein weiteres Jahr bestätigt.

Im EHC Arosa Verein kommt es zu einem Wechsel im Vorstand. Christian Leu scheidet nach acht Jahren im Gremium aus. Unter grossem Applaus neu in den Vereinsvorstand gewählt wurden Hansruedi Bächinger und Patric Iten.

Präsident Ludwig Waidacher und Geschäftsführer Adrian Fetscherin erläuterten den anwesenden Teilnehmern der Generalversammlung ausführlich, wo in der Nachwuchsarbeit angesetzt wird und welche Massnahmen eingeleitet werden. Durch die grosse finanzielle Unterstützung durch die Nachwuchs-Gönnervereinigung „Club 80“ können diverse Projekte umgesetzt werden.

An den Generalversammlungen der EHC Arosa Sport AG sowie des EHC Arosa Vereins nahmen mit Andrin Kunz, Tobias Klopfer, Nando Steiner, Christopher Williamson und Olivier Hostettler auch fünf Spieler der 1. Mannschaft teil.

Der EHC Arosa dankt allen Spielern, Vereinsmitgliedern, Helfern, Eltern, Sponsoren und Fans ganz herzlich für ihre Unterstützung im letzten Geschäftsjahr. Ein dickes Dankeschön möchte der EHC Arosa zudem Mata Treuhand mit ihrem Verwaltungsratsdelegierten Sascha Burkhalter aussprechen. „Mata“ als Sponsor des EHC Arosa unterstützt mit dem Führen der Buchhaltung den Club stark und hat wesentlichen Anteil, dass der EHC Arosa die finanziellen Turbulenzen hat hinter sich lassen können.

Hopp Arosa!

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Die EHC Arosa-Spieler Andrin Kunz, Tobias Klopfer, Christopher Williamson

und Nando Steiner (v.l.n.r.) verfolgen die GV.

Quelle: http://hopparosa.blogspot.ch/2016/09/generalversammlungen-infos-aus-dem-ehc.html


Stellungnahme EHC Arosa: NLB / Swiss Regio League

Mit der Aufstockung der National League B und der Schaffung der Swiss Regio League werden zwei Themen unter den Eishockey-Interessierten heiss diskutiert. Da der EHC Arosa dazu laufend Anfragen erhält, nimmt der Club ausführlich Stellung:

National League B:
Mit den beiden neuen Clubs „EVZ Academy“ und „HCB Ticino Rockets“ ist die National League B auf zwölf Clubs aufgestockt worden. Der EHC Arosa freut sich für die Personen, die an den NLB-Projekten gearbeitet haben und nun für ihren Aufwand belohnt wurden.

Da die Muttergesellschaft HCAP AG, welche als Mehrheitsaktionärin für die HCB Ticino Rockets für die nächsten drei Jahre wirtschaftlich garantieren muss, seit Jahren selber grosse Anstrengungen unternehmen muss, um die Lizenz für den HC Ambri Piotta zu erhalten, ist es aus aussenstehender Sicht überraschend, dass die HCB Ticino Rockets als Farmteam angenommen wurden.

Ob mit der Aufnahme der EVZ Academy und der HCB Ticino Rockets die endgültige Ligagrösse erreicht ist, ist nicht klar. Die Anzahl Clubs in der National League B ist nirgends definiert. An der Nationalliga-Versammlung vom 15. Februar 2015 hielten es sich die NL-Clubs offen, die NLB auf 14 Teams zu vergrössern.

Liga-Direktor Ueli Schwarz streicht in seiner Stellungnahme zur Ligaaufstockung die Chance heraus, dass nun mehr Spieler in der National League B die Möglichkeit haben, sich für einen Profivertrag aufzudrängen und nun zwei Clubs diesem Wunsch der Liga gefolgt seien. Der EHC Arosa ist erstaunt über diese neue Ansicht, hat der EHC Arosa stets genau diesen Aspekt in seinen Bestrebungen um Aufnahme in die NLB vor einem Jahr als wichtigsten Punkt ins Feld geführt.

Für den EHC Arosa stellt sich die Frage, welche Rolle der aktuelle HCC Biasca in der laufenden Meisterschaftsentscheidung einnimmt. Da die Tessiner bereits einen Platz in der NLB auf sicher haben, ist eine Teilnahme der Biaschesi an den Playoffs und an einer allfälligen Finalpoule speziell.

Es wird interessant zu verfolgen sein, wie sich die National League B mit der Teilnahme der neuen Zweitmannschaften „EVZ Academy“ und „HCB Ticino Rockets“ und den bestehenden GCK Lions bezüglich Attraktivität für die traditionellen Clubs in Sachen Zuschauerinteresse und Wirtschaftlichkeit auswirkt.

Es ist zu hoffen, dass alle bestehenden NLB-Clubs die Lizenz für die kommende Saison erhalten. Was passiert allerdings, wenn gewisse Vereine keine Spielberechtigung erhalten oder sich freiwillig zurückziehen würden? Gibt es für aufstiegswillige Clubs aus der 1. Liga die Möglichkeit, nachzurutschen?

Für den EHC Arosa bleibt aus verschiedenen Überlegungen das Ziel, kurz- oder mittelfristig in die Nationalliga zurückzukehren. Für diese Saison scheint dieses Ziel nur auf dem sportlichen Weg möglich.

Der EHC Arosa freut sich über die heutige Stellungnahme der NLB-Clubs SC Rapperswil-Jona Lakers , EHC Olten, EHC Visp und Hockey Thurgau, in der sie sich eine Rückkehr des EHC Arosa in die NLB wünschen.

Swiss Regio League:
Die Regio League-Clubs haben kürzlich die Einführung der Swiss Regio League auf die Saison 2017/2018 bestimmt. Der EHC Arosa hat sich als einziger 1. Liga-Club Ost von Beginn weg gegen die Einführung der SRL ausgesprochen. Arosa sieht mit der Schaffung einer dritten Nationalliga keinerlei Verbesserung für das Schweizer Eishockey .

Bereits jetzt klagen alle Clubs über die fehlenden finanziellen Mittel und den horrenden Aufwand der Spieler für die Teilnahme an der bestehenden 1. Liga. Fakt ist, dass die Kosten für die Clubs auf Grund der zusätzliche Lohnleistungen, Arbeitsausfallentschädigungen sowie Reisekosten explodieren werden. Der Aufwand für Spieler und Trainer wird nochmals stark zunehmen. Zusätzliche Einnahmen durch die Teilnahme an der Swiss Regio League sind illusorisch. Der Glaube der Liga-Verantwortlichen, die dritthöchste Schweizer Liga gesamtheitlich und mit viel Geld für die teilnehmenden Clubs vermarkten zu können, ist fernab der Realität.

Mit der Einführung der Swiss Regio League steigen alle anderen Clubs, die nicht in der SRL teilnehmen, um eine Liga ab. Dies ist für die de facto neu in der 2., 3. 4. und 5. Liga spielenden Clubs nicht gewinnbringend zu vermarkten. Die Swiss Regio League wurde zur Geburt freigegeben, ohne ein klares Bild der neuen Liga und Antworten auf damit zahlreich verbundenen, noch ungeklärten Fragen zu haben.

Auch wenn der EHC Arosa die Schaffung der Swiss Regio League als falsche Entwicklung für das Schweizer Eishockey sieht, wird er sich um die Teilnahme an der SRL bewerben. Da der EHC Arosa das Ziel hat, zu gegebener Zeit in die Nationalliga zurückzukehren, bleibt dem Club nichts anderes übrig, als den Gang durch die Swiss Regio League zu nehmen. Dies ändert allerdings nichts an der Beurteilung der neuen nationalen Amateurliga, die aus Sicht des EHC Arosa überflüssig ist und nur Nachteile mit sich bringt.

Quelle: http://hopparosa.blogspot.ch